kolumnenarchiv

Philosophisches 6 spirituelles

Zwanghafte Unvernunft, biblische Sünden und künstliche Intelligenz

Was treibt einen bloß dazu, Sachen zu tun, die so total unvernünftig und bescheuert sind? Zum Beispiel Junk-Food in sich reinzustopfen, obwohl man abnehmen möchte. Oder die halbe Nacht das spannende Buch zu lesen, obwohl um sechs Uhr morgens wieder der Wecker klingelt... Dabei weiß man doch schon vorher, dass man es am Ende wieder bereut. Liegt es vielleicht an einer standardmäßig in der menschlichen Psyche verankerten Trieb-Neurose ? Oder ist es sowas wie die Besessenheit von einem Unvernunfts-Dämon?  Oder ist es einfach nur die biblische "Schwäche des Fleisches"? Ich gehe dem nach!

 

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Der Todes-Simulator. Warum Leute das Sterben üben…

In der Romantik war eine gewisse Todessehnsucht absolut in. Sterben war sowas wie ein Prozess der Einswerdung mit Gott, ein Nach-Hause-Kommen, die Erlösung schlechthin. Heute ist die Sehnsucht nach dem Tod eher das befremdliche Kennzeichen von Suizidgefährdeten in der Geschlossenen, auch wenn insgeheim Viele solche 'schwachen' Momente der Todessehnsucht kennen. Als gesund gilt trotzdem eine gewisse Angst oder zumindest ein Unbehagen vor dem Tod. Schließlich hat alle Wissenschaft bisher nicht beweisen können, was danach kommt. „Warum also gegen diese Angst nicht schon mal ein bisschen das Sterben üben?“, dachten sich die Chinesen und erfanden flugs den … 'Todes-Simulator'.

 

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Vom Stotterschlaf und der Frühstücksstarre

Neulich war mal wieder so eine Nacht, in der ich mit jeder Faser fühlte, wie wichtig Schlaf sein kann. Mein Mann praktizierte nämlich so eine Art Guantanamo-Folter-Freistil, indem er jedes Mal wenn ich gerade dabei war einzuschlafen, hochdramatisch hustete und keuchte. War ihm gerade nicht nach Husten, schnarchte er mit allem Drum und Dran an Begleitgeräuschen: schniefen, röcheln, schnaufen. Legte mein Mann dann mal eine Pause ein, so dass ich dachte: "Jetzt kann ich endlich schlafen", wurde mein jüngster Sohn als Schlafgast des Terrors aktiv: Knie in den Rücken, Ellbogen in die Seite oder Fuß in den Oberschenkel gebohrt. Und wenn ich es auch nur wagte, mich zu ihm zu drehen, um seine kleinen, spitzen Körperteile aus meinem Schlafbereich zu entfernen, dann wartete er schon darauf, mir den Atem des Todes hingebungsvoll ins Gesicht zu hauchen...

 

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Die religiöse Botschaft vom 'frohen Schaffen'

„Liebe Arbeit, bitte mach‘, dass ich immer zu essen und ein Dach über den Kopf habe. Zeige mir wer ich bin und erlöse mich von der Todsünde der Faulheit!“ Dieses kleine Gebet an das abstrakte Götzenwesen Arbeit klingt doch erstaunlich stimmig, oder?! Tatsächlich sprechen viele Indizien dafür, dass Arbeit als Religion funktioniert. Davon müssen wir jetzt nur noch das Finanzamt überzeugen. Denn dann können wir statt der hohen Einkommenssteuer die viel geringere Kirchensteuer zahlen… Stark!

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Die Fliege-Essenz und andere Wundermittel, die Glaube in Geld verwandeln

Und es werde Gold… Woran sich die Alchemisten früherer Zeiten die Zähne ausgebissen haben, ist heute die Paradedisziplin pseudo-religiöser Geschäftsmenschen wie Fernseh-Predigern, Wunderheilern oder Gurus. Dabei teilen sie alle eine ganz fantastische Fähigkeit: sie verwandeln das pure Nichts in reales Geld! Ich will auch…

 

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Ein halbvolles Glas Optimismus, bitte...

Terror, Verbrechen, Flüchtlingskrise, ein Donald Trump auf dem Vormarsch zum Präsidentschaftsamt, nordkoreanische Raketenabschüsse – die Medien sind so randvoll mit Schreckensnachrichten, wie soll man da noch Spaß am Leben haben?! Ganz einfach: mit gelegentlichem Verdrängen nach guter alter Optimisten-Art.

 

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Wer schön sein will, muss leiden!? Knallharte Thesen zum Schönheitswahn

Ob beim Epilieren der Beine, einem schweißtreibenden Workout oder der kalorien-, fett-, kohlehydrat- und geschmacksarmen Mahlzeit regelmäßig rechtfertigt die Redewendung „Wer schön sein will, muss leiden“ das leicht masochistische Verhalten im Dienste der eigenen Optik. Im Umkehrschluss ist uns jemand, der ganz ohne Diät, Sport und Kosmetik schön ist von Grund auf suspekt. Mir auch!

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Das Ende vom Geld und der Rest vom Monat

"Warum ist am Ende vom Geld noch soviel Monat übrig?" Mit dieser rethorisch fragenden Redewendung bin ich bereits aufgewachsen. Und mal abgesehen von den Geissens & Co.: wer kennt das Problem nicht?! Eigentlich sollte es doch genau anders herum sein: der Monat ist vorbei, der neue Gehaltsscheck winkt und man hat noch massig Geld zum Verprassen, Sparen oder Feuer machen... Stattdessen ist so ungefähr in der Mitte des Monats - natürlich vollkommen unerwartet - das Konto leer...

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