kolumnenarchiv

2016

21 artikel

Es lebe Singletasking - auf Wiedersehen Wortopolis!

Mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Lebenswelt wurden die Dinge, die wir gleichzeitig taten, immer mehr. Es wurde so normal, mehrere Sache auf einmal zu tun, dass man sogar ein Wort dafür fand, das bezeichnenderweise aus der Computerbranche stammt: Multitasking. Und die Frauen – manchmal sind wir auch echt doof – nutzten das, um sich gegenüber den Männern zu profilieren. Wir Frauen können gleichzeitig einen Säugling stillen, dabei einem anderen Kind zuhören, telefonieren, zusätzlich Mails checken, kochen, denken, atmen... Warum zur Hölle finden wir das cool? Das schreit doch geradezu danach, sich bis zur völligen Erschöpfung zu verausgaben, ständig gestresst zu sein und sich nie wirklich 100prozentig auf eine Sache konzentrieren zu können. Zum Teufel damit. Es lebe das Singletasking!

 

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Putzen: Lust, Last und noch mehr...

 

Der Suchbegriff "putzen" bringt auf YouTube 182.000 Treffer, auf Google über 9 Millionen!!! DAS hätte ich nicht erwartet. Auch nicht, dass es diverse Videos gibt, bei denen man Leuten beim Putzen zuschauen kann. (Schon sehr seltsam, oder? Nach welchem Prinzip funktioniert das - anderen beim Arbeiten zusehen als Form der Entspannung?) Na jedenfalls habe ich da wohl ein brandheißes Thema erwischt. Brandheiß und erstaunlich vielfältig. Von Putzkultur bis Putzneurose, von Wellness-Putzen bis hin zum Putzen als Geißel des Alltags – es ist alles dabei... bestimmt auch wieder eine schockierende Verschwörungstheorie...

 

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Porn-Food oder 'anständiges' Essen? Das Ernährungsdilemma!

Essen ist ein existenzielles Bedürfnis. Wenn wir nicht essen, dann sterben wir. So sieht’s aus. Doch Essen ist noch weit mehr als das. Es ist sinnliches Vergnügen, Teil unserer kulturellen Identität und in Zeiten der Massentierhaltung und Lebensmittel-Industrie auch ein echtes Problem – ethisch, ökologisch, gesundheitlich. Also, was darf’s heute sein? Versaut lustvolles Porn-Food, glücklich machendes Essen wie bei Muttern oder Ehtik-Essen, garantiert ohne Zusatz von Gewissensbissen?

 

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Durchatmen und entschleunigen statt Augen schließen und weglaufen

Es ist im Moment der running gag in meinem sozialen Umfeld, jede Verabredung mit dem Bekenntnis zur Entschleunigung zu begründen. Vielleicht ist es auch weniger eine Begründung als eine trotzige Rechtfertigung für den gelegentlichen Rückzug aus dem Gezappel der Moderne: „Jaahaha, das hat einen Sinn, dass ich gerade nichts tue. Das ist keine Faulheit, sondern Entschleunigung! Und damit liege ich ja sowas von im Trend…“ Fragt sich nur, ob auch hinter diesem Trend mal wieder eine fiese, weltumspannende Verschwörung steckt...

 

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Akute Aufschieberitis? Tricks' den Affen einfach aus!

Kennt ihr das auch? Unangenehme Pflichten vor sich her zu schieben, bis sie sich zu einem schier unüberwindlichen Berg aufgetürmt haben? Ständig dieses schlechte Gewissen und trotzdem geht man es nicht an. Und dann kommt der Termin, zu dem alles fertig sein sollte, aber noch nichts fertig ist. Tataa: Auftritt des Panik-Monsters! Und warum das alles? Welcher Virus ist schuld an der weit verbreiteten Krankheit Aufschieberitis. Tja, er ist klein, hockt am Steurrad in unserem Kopf und sieht aus wie ein irrer Affe…

 

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Der Todes-Simulator. Warum Leute das Sterben üben…

In der Romantik war eine gewisse Todessehnsucht absolut in. Sterben war sowas wie ein Prozess der Einswerdung mit Gott, ein Nach-Hause-Kommen, die Erlösung schlechthin. Heute ist die Sehnsucht nach dem Tod eher das befremdliche Kennzeichen von Suizidgefährdeten in der Geschlossenen, auch wenn insgeheim Viele solche 'schwachen' Momente der Todessehnsucht kennen. Als gesund gilt trotzdem eine gewisse Angst oder zumindest ein Unbehagen vor dem Tod. Schließlich hat alle Wissenschaft bisher nicht beweisen können, was danach kommt. „Warum also gegen diese Angst nicht schon mal ein bisschen das Sterben üben?“, dachten sich die Chinesen und erfanden flugs den … 'Todes-Simulator'.

 

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Mentalmagie, NLP & Glaubenssätze - so leicht manipuliert man das Gehirn

Das zu tun, was man für richtig hält, die Freiheit des eigenen Willens – das sind relativ moderne Errungenschaften der Zivilisation und des Friedens. Für uns in den westlichen Industrieländern ist es meist vollkommen selbstverständlich. Fragt sich nur, wie frei und individuell wir in unserem Denken und Verhalten tatsächlich sind? Oder anders gefragt: Wie leicht lässt sich unser Gehirn manipulieren, ohne dass wir das mitbekommen? Die erschreckende Antwort ist: pipieinfach!

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Vom Stotterschlaf und der Frühstücksstarre

Neulich war mal wieder so eine Nacht, in der ich mit jeder Faser fühlte, wie wichtig Schlaf sein kann. Mein Mann praktizierte nämlich so eine Art Guantanamo-Folter-Freistil, indem er jedes Mal wenn ich gerade dabei war einzuschlafen, hochdramatisch hustete und keuchte. War ihm gerade nicht nach Husten, schnarchte er mit allem Drum und Dran an Begleitgeräuschen: schniefen, röcheln, schnaufen. Legte mein Mann dann mal eine Pause ein, so dass ich dachte: "Jetzt kann ich endlich schlafen", wurde mein jüngster Sohn als Schlafgast des Terrors aktiv: Knie in den Rücken, Ellbogen in die Seite oder Fuß in den Oberschenkel gebohrt. Und wenn ich es auch nur wagte, mich zu ihm zu drehen, um seine kleinen, spitzen Körperteile aus meinem Schlafbereich zu entfernen, dann wartete er schon darauf, mir den Atem des Todes hingebungsvoll ins Gesicht zu hauchen...

 

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Die religiöse Botschaft vom 'frohen Schaffen'

„Liebe Arbeit, bitte mach‘, dass ich immer zu essen und ein Dach über den Kopf habe. Zeige mir wer ich bin und erlöse mich von der Todsünde der Faulheit!“ Dieses kleine Gebet an das abstrakte Götzenwesen Arbeit klingt doch erstaunlich stimmig, oder?! Tatsächlich sprechen viele Indizien dafür, dass Arbeit als Religion funktioniert. Davon müssen wir jetzt nur noch das Finanzamt überzeugen. Denn dann können wir statt der hohen Einkommenssteuer die viel geringere Kirchensteuer zahlen… Stark!

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Die Möhrifizierungsgefahr: Fast Food und Lebensmittel aus dem Labor

Schon gehört? Jamie Oliver soll ein Gerichtsverfahren gegen McDonald’s gewonnen haben! Die Frikadellen bestünden nicht aus Fleisch, sondern aus einer giftigen Ammoniak-Fett-Mischung. Dieser aktuelle Post auf Facebook spülte wahre Sturzbäche auf meine Mühlen im Dienste der gesunden Ernährung! Grund genug, mir das mal genauer anzuschauen – mit überraschendem Ergebnis…

 

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Die Fliege-Essenz und andere Wundermittel, die Glaube in Geld verwandeln

Und es werde Gold… Woran sich die Alchemisten früherer Zeiten die Zähne ausgebissen haben, ist heute die Paradedisziplin pseudo-religiöser Geschäftsmenschen wie Fernseh-Predigern, Wunderheilern oder Gurus. Dabei teilen sie alle eine ganz fantastische Fähigkeit: sie verwandeln das pure Nichts in reales Geld! Ich will auch…

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen der Pharma-Industrie lesen Sie diesen Artikel...

Eigentlich heißt es ja: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“. Dieser allseits bekannte Satz ist per Gesetz für jede Bewerbung von Medikamenten verordnet. Doch was ist, wenn die alle keine Ahnung haben? Tja, dann haben wir den Salat!

 

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Edgy: It-Pieces für trendy Fashionistas - der Mode-Blubb

Als ich beschloss über das so genannte ‚Fashion-Wording‘ zu schreiben, dachte ich noch: das wird ‘ne ganz leichte Nummer. Aber dann geriet ich unversehens zwischen die emotional aufgepeitschten Fronten von selbsternannten Deutschrettern und unbedarften Denglisch-Speakern...

 

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Veganes Leder. Echt jetzt?! Die Verarsche der Werbesprache

Neulich bin ich bei einer Recherche für einen Modetext das erste Mal über den Begriff Veganes Leder gestolpert. „Oh, was ist das denn?“, dachte ich. „Das hört sich ja so ökologisch wertvoll, so ethisch korrekt und modisch wertig an…“. Aber dann fand ich die freche Wahrheit heraus: Verdammt, das ist ja nur Plastik!

 

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Eltern-Lehrer-Schüler: Schützengrabenkämpfe im BerSCHULa-Dreieck

Die Schulzeit hat es in sich, nicht nur für die Schüler. Auch für die Eltern. Und für die Lehrer geht es sowieso mitunter ganz schön zur Sache. Leistungsbewertungen, Lernstoffe, soziale Konflikte und Animosiäten sorgen für ein emotionales Spannungsfeld, das die Schule zu einem regelrecht gefährlichen Ort machen kann: dem BerSCHULa-Dreieck.

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Ein halbvolles Glas Optimismus, bitte...

Terror, Verbrechen, Flüchtlingskrise, ein Donald Trump auf dem Vormarsch zum Präsidentschaftsamt, nordkoreanische Raketenabschüsse – die Medien sind so randvoll mit Schreckensnachrichten, wie soll man da noch Spaß am Leben haben?! Ganz einfach: mit gelegentlichem Verdrängen nach guter alter Optimisten-Art.

 

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Guter Chef, böser Chef...

Kurze Umfrage: Wer geht gerne zur Arbeit? Und ... welche Rolle spielt bei der Antwort auf diese Frage der Chef? Tja, dachte ich mir. Es ist wohl leider nicht zu leugnen, dass hierarchisch Übergeordnete von Eltern über Lehrer bis hin zum Vorgesetzten maßgeblich für den Wohlfühl-Faktor sind. Und genau das sind die Leute, die man sich nicht aussuchen kann. Verdammt!

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Smombie-Alarm: Apokalypse durch Smartphone-Wahn?

Posten, simsen, whatsappen, socialn, twittern – das stetig wachsende Wortopolis rund ums Smartphone spricht eine deutliche Sprache. Smartphones werden immer unentbehrlicher, verändern unsere Sprache und unsere Gewohnheiten und wahrscheinlich auch uns selbst. Ich vermute: Smartphones planen die Übernahme der Weltherrschaft.

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Gib‘ dem Affen Zucker! Oder ist Zucker etwa nicht gesund...?

Zucker ist allgegenwärtig. In Süßigkeiten sowieso, aber auch in Wurst, Brot und anderen industriell hergestellten Lebensmitteln kommen diverse Zuckerarten vor. Maltodextrin, Karamellsirup, Magermilchpulver, Oligofruktose, Dextrose, Malzextrakt – all das sind Codenamen für den Undercovereinsatz von Zucker. Und ist das gut? Nein! Natürlich nicht! Denn – jetzt kommt‘s – „Zucker schrumpft das Gehirn.

 

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Wer schön sein will, muss leiden!? Knallharte Thesen zum Schönheitswahn

Ob beim Epilieren der Beine, einem schweißtreibenden Workout oder der kalorien-, fett-, kohlehydrat- und geschmacksarmen Mahlzeit regelmäßig rechtfertigt die Redewendung „Wer schön sein will, muss leiden“ das leicht masochistische Verhalten im Dienste der eigenen Optik. Im Umkehrschluss ist uns jemand, der ganz ohne Diät, Sport und Kosmetik schön ist von Grund auf suspekt. Mir auch!

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Augen auf beim Eierkauf! – Marketingstrategien zum Gruseln

Es gibt so viele Dinge, die man nicht braucht, aber unbedingt haben will.

Wieso ist das so?

 

Antwort A: Die Regierung führt dem Leitungswasser heimlich chemische Zusätze zu, um unser Konsumverhalten anzuregen und so das Bruttoinlandsprodukt zu steigern.

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